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Weltweit wird heute zum 16. Mal der Internationale Tag der Informationsfreiheit begangen. Dabei steht die Bedeutung staatlicher Transparenz im Fokus.

Weltweit wird heute zum 16. Mal der Internationale Tag der Informationsfreiheit begangen. Dabei steht die Bedeutung staatlicher Transparenz im Fokus. Ihr liegt das Ideal von einem Staat zugrunde, der die Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt, den Dialog mit ihnen sucht und sie zur Partizipation einlädt; der sich nicht nur selbst kontrolliert, sondern sich auch der Kontrolle durch die Bürgerinnen und Bürger öffnet. Transparenz ist ein politisches Programm, das unsere Demokratie am Leben hält und sie stärkt. Jede Parlamentswahl ist am Ende auch ein Gradmesser, wie der Staat es in den zurückliegenden Jahren mit der Transparenz gehalten hat. Wenn sich – wie bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag – Millionen Wählerinnen und Wähler enttäuscht von der Parteiendemokratie abwenden, offenbart dies auch, dass Transparenz und Offenheit zu kurz gekommen sind. Zugleich liegt darin der Auftrag an den Staat und seine Organe, diese weiterzuentwickeln. Transparenz ist eine Daueraufgabe, die für einen kontinuierlichen Austausch zwischen staatlichen Stellen und dem Volk als Souverän unverzichtbar ist.