Kugelmann würdigt hessischen Kollegen Ronellenfitsch – Enge Zusammenarbeit mit Nachbarbundesland soll fortgesetzt werden

Der hessische Landesdatenschutzbeauftragte Michael Ronnellenfitsch wird nach fast zwei Jahrzehnten in den Ruhestand verabschiedet. Zum Stabwechsel in Hessen äußert sich der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) Rheinland-Pfalz, Professor Dieter Kugelmann.

„Professor Michael Ronellenfitsch wird heute nach über 17 Jahren als Hessischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit offiziell verabschiedet", sagt Kugelmann. "Er ist der dienstälteste Datenschützer einer deutschen Aufsichtsbehörde; er hat fast zwei Jahrzehnte lang den gewaltigen Wandel in der digitalen Welt und die damit einhergehenden Datenschutz-Herausforderungen begleitet und mitgestaltet. Michael Ronellenfitsch hat immer mit viel Herzblut und Sachkenntnis, oft auch mit einer Prise Humor, sich für das Informationelle Selbstbestimmungsrecht der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Zugleich war er das staatsrechtliche Gewissen der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden und hat die verfassungsrechtlichen Grundstrukturen stetig in Erinnerung gerufen. Ich wünsche ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute.“

Weiter sagt Kugelmann: „Ich freue mich auf eine ebenso enge Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger, Professor Alexander Roßnagel. Herr Roßnagel ist ein ausgewiesener Datenschutz-Experte, der aus wissenschaftlicher Sicht die Entwicklung des Datenschutzes seit Jahren mitgestaltet. Er hat Zukunftsthemen immer früh erkannt, aufgegriffen und sachkundig erörtert. Ich bin mir sicher, dass er vor diesem Hintergrund nun als Landesbeauftragter wichtige Impulse in der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder geben wird. Beispielsweise bei den aktuellen Debatten zur Corona-Warn-App, zum EuGH-Urteil „Schrems II“ und zum Datenschutz konformen Einsatz von US-amerikanischen Software-Produkten zeigt sich, dass die Datenschützerinnen und Datenschützer in Deutschland an einem Strang ziehen sollten: Gemeinsam kann am besten für Datenschutz geworben und gemeinsam kann die Einhaltung der vorhandenen Regeln effektiv durchgesetzt werden.“