LfDI startet Kooperation mit Mainz 05 im Rahmen des "05er Klassenzimmer" - Kugelmann: "Medienkompetenz soll ein Volltreffer werden."

Die Qualität der Verteidigung zählt mit zu den entscheidenden Faktoren im Fußball, ob eine Mannschaft ein Spiel gewinnt oder verliert. Dass es auch digital einiges zu verteidigen gibt, lernen Schülerinnen und Schüler ab sofort in dem Modul „Digitale Selbstverteidigung“, mit dem der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) sich im Aktionsprogramm „05er Klassenzimmer“ des 1. FSV Mainz 05 e.V. beteiligt.

In den Veranstaltungen, die in Räumen des Stadions des Fußballvereins stattfinden, erfahren die Schülerinnen und Schüler wie sie sich und ihre Daten beim Benutzen ihres Smartphones und beim Surfen im Internet schützen können. Das Modul zur „Digitalen Selbstverteidigung“ basiert auf dem Schülerworkshop-Programm des LfDI, welches seit über 10 Jahren angeboten wird. Hier geht es um Fragen der Geschäftsmodelle von sozialen Netzwerken, Selbstdatenschutz, Smartphones und Apps sowie auch aktuelle datenschutzpolitische Fragen – wie beispielsweise Fake-News im Vorfeld der Bundestagswahl. „Wissen um die eigenen Daten und wie ich sie vor Datenmissbrauch verteidigen kann, ist und bleibt Grundkompetenz digitaler Souveränität“, so LfDI Prof. Dr. Dieter Kugelmann. „Wir werden Heranwachsende auf diesem Weg auch weiterhin begleiten und sie mit dem ausstatten, was ihren Online-Alltag sicherer macht. Über Kooperationen wie der mit Mainz 05 bringen wir dieses Wissen auch an andere Lernorte“.

Neben der neuen Kooperation mit Mainz 05 hat der LfDI im Zuge des Corona-Schuljahr 2020/21 auch grundsätzliche Erweiterungen seiner Workshops durchgeführt. „Wir haben auf die Schulschließung mit dem Angebot digitaler Online- und Hybridworkshops reagiert“, so Prof. Kugelmann. „Unsere Referentinnen und Referenten haben dabei methodisch-didaktisch angepasste Inhalte mit den Schülerinnen und Schülern über die unterschiedlichen Videoplattformen durchgeführt.“ Es hat sich gezeigt, dass das Format Online-Workshop grundsätzlich auch außerhalb Pandemiezeiten ein Angebot bleiben wird, da es den Schulen zum Teil mehr Flexibilität gibt, die Inhalte in den Unterrichtsbetrieb einzubinden. Die Schülerinnen und Schüler sind inzwischen an die digitalen Systeme gewohnt und die Benutzung funktioniert routiniert.

Bei rund 5000 Workshops, die der LfDI inzwischen von der Grundschule bis zur Oberstufe und in die berufliche Bildung hinein durchgeführt hat, sind die Inhalte an vielen Schulen mittlerweile fest verankert und regulär eingeplant. Durch den schnellen Wandel an Themen, mittlerweile wird in den Workshops auch über die Smartwatches und Smartspeaker-Geräte in den Haushalten der Teilnehmer sowie die Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz (KI) informiert, bleibt das Thema auch für die „alten Hasen“ ein Dauerbrenner.

Die Veranstaltungen des LfDI werden für die Schulen kostenlos angeboten, da er bei der Finanzierung aus dem Bereich Verbraucherschutz des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration (MFFKI) mit Mittel unterstützt wird. Inhaltlich fügen sie sich in das Landesprogramm Medienkompetenz Macht Schule (MmS) und dem Medienkomp@ss RLP des Bildungsministeriums ein.

Begleitend zu den Präsenz- und Online-Veranstaltungen an den Schulen stellt der LfDI Rheinland-Pfalz die Workshopmaterialien sowie viele weitere Informationen, Flyer und News auf der gemeinsamen Jugendhomepage der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, www.youngdata.de, bereit.

Weitere Informationen: