Datenspuren vermeiden

Datenspuren - Wer sie lesen kann, was sie verraten und wie man sie vermeidet
 
Inhalt 

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Das Internet von heute bietet eine Vielzahl von Diensten, deren Nutzung Datenspuren hinterlässt. Oft werden diese gespeichert, ausgewertet und zu Nutzungs-, Kauf- oder Bewegungsprofilen verdichtet.

Der Grund dafür heißt Werbung, das zentrale Finanzierungs- oder Geschäftsmodell vieler Anbieter. Die Umsätze von Google und Facebook liegen in Milliardenhöhe und gründen zum überwiegenden Teil auf Werbung. Je genauer diese auf die potentiellen Kunden abgestimmt ist, das heißt, je mehr man über sie weiß, desto mehr lässt sich damit verdienen. Untersuchungen zeigen, dass sich mit verhaltensbasierter Werbung mehr als doppelt so viel erlösen lässt wie mit pauschaler Werbung. Mit fast 90 % genießen Empfehlungen von Freunden und Familie mit das höchste Vertrauen; sie führen dazu, dass in mehr als der Hälfte der Fälle den Produktempfehlungen gefolgt und in bis zu 20 % der Fälle ein Kauf getätigt wird.

Vor diesem Hintergrund ist nicht verwunderlich, dass Interessen, Neigungen und Konsumgewohnheiten der Nutzer, ihr soziales Umfeld und deren Aktivitäten im Netz auf das Interesse der Werbewirtschaft stoßen. Besonders wichtig sind dabei Soziale Netzwerke und standortbezogene Dienste.

Aber auch außerhalb Sozialer Netzwerke blickt einem die Werbewirtschaft in Form von Cookies, Social-Plugins oder Zählpixeln über die Schulter. Dies löst bei vielen Besorgnis, zumindest aber Unbehagen aus. Der Wunsch nach Anonymität ist nichts Unanständiges. Wir bleiben im Alltag schließlich oft anonym, z.B. wenn wir an der Kinokasse bar bezahlen, eine Zeitschrift oder eine DVD kaufen. Warum also nicht auch im Internet?

Um welche Datenspuren geht es und was kann man tun?